Frohe Ostern!

Mama, warum bringt der Osterhase bunte Eier?


Puh, als mein Sohn mir diese Frage stellte und dabei auf seinen niedlichen Hasenpullover zeigte, musste ich erst einmal überlegen. Für mich gehören der Osterhase, das Eierfärben und die Eiersuche zu Ostern wie ein geschmückter Baum und der Weihnachtsmann zu Weihnachten. 

Also Tante Google bemüht: viel schlauer war ich danach nicht, denn es gibt viele Theorien zu dem Thema, aber keine eindeutige Erklärung. Fest steht nur, dass der Osterhase schon ziemlich alt ist. Er wurde 1682 das erste Mal schriftlich erwähnt und versteckte bereits damals bunte Eier, die die Kinder dann zur Belustigung der Erwachsenen suchten. Neben dem Hasen waren je nach Region der Storch, ein Fuchs, der Kuckuck oder auch die Kirchenglocken für das Eierverstecken zuständig. Der Osterhase, ein Symbol für Fruchtbarkeit, setzte sich vielerorts durch.

 

Ostereier waren vor dem Osterhasen da.

 

Vielleicht liefern ja sogar die Ostereier eine Erklärung für den Osterhasen. Fest steht jedenfalls, die bunten Eier sind viel älter als die Osterhasentradition. In der Antike noch komplett rot, standen sie für das Blut Jesus Christus, welches am Karfreitag bei der Kreuzigung vergossen wurde. Ab dem Mittelalter wurden die Eier bunt und teilweise sehr künstlerisch verziert. Eventuell liegt hier der Zusammenhang zwischen Osterhase und Osterei: Es gibt sehr alte Eierbemalungen mit dem sogenannten Dreihasenbild. Hierbei handelt es sich um drei Hasen mit insgesamt drei Ohren. Jeder Hase nutzt also ein Ohr eines anderen Hasen ebenfalls, damit jeder Hase seine zwei Ohren hat – ein Symbol für die Dreieinigkeit. Also für Gottvater, Jesus Sohn Gottes und den Heiligen Geist. Zu sehen sind die drei Hasen zum Beispiel im Drei-Hasen-Fenster des Paderborner Doms. Eventuell hängt das Verstecken auch mit der Auferstehung Jesus Christus am Ostersonntag zusammen, schließlich wurde er in seinem Grab gesucht, dort aber nicht mehr gefunden.

 

Fazit: Dass es keine Erklärung für den Osterhasen gibt, macht den Zauber noch spannender. Meinem Sohn gefiel meine eigene Geschichte um die Freunde Hase Max und Hühnchen Matilda, die gemeinsam den Frühling mit vielen bunten Eiern hervorlocken wollen, und dazu die Sonne und liebe Kindern aufrufen ihre versteckten Eier zu suchen, dann eh am besten. Und überhaupt machen Hasen immer gute Laune – auch wenn nicht Ostern ist. Holt euch euren eigenen Hasen gleich auf unseren Pullovern nach Hause.


 

Einige Osterbräuche, die wir dieses Jahr ausprobieren wollen

 

Bei der Recherche rund um den Osterhasen und die bunten Eier bin ich über einige Ostertraditionen gestolpert, die mir sehr gut gefallen:

 

Zum einen die Osterfeuer, je nach Region finden diese meist am Ostersamstag statt. Hier treffen sich Freunde, Bekannte, Nachbarn und auch bis dahin völlig Fremde an einem zentralen Platz an dem ein XXL-Lagerfeuer entzündet wird zum gemütlichen Beisammensein.

 

Ursprünglich aus den USA kommt das Eierrollen. Dafür bekommt jedes Kind einen langen Schläger und versucht ein Ei damit einige Meter zum Ziel zu rollen. Wer es als Erster schafft, hat gewonnen. Falls ein Hügel oder Deich vorhanden ist, kann man das Eierrollen auch abwandeln. Dann lassen alle zeitgleich bunte Eier hinab rollen. Aussortiert werden alle kaputten Eier sowie das Ei, welches am kürzesten gekullert ist. Dann geht es in die nächste Runde. Das Ei, was am Ende übrig bleibt, gewinnt.

 

Ein schnelles Spiel für nebenbei ist das Ostereipicken. Hierbei haben zwei Leute je ein Ei in der Hand und schlagen diese aneinander. Wessen Ei heile bleibt, der darf sich etwas wünschen.

 

Und dann noch eine Tradition aus Zürich, die ich gerne schon in meiner Kindheit gekannt hätte: Das Zwänzgerle. Hierbei versucht ein Erwachsener eine Münze auf das Ei eines Kindes zu werfen. Wenn er es nicht schafft, dann darf das Kind das Geldstück behalten.

 

Ich jedenfalls freue mich darauf dem Osterhasen auch dieses Jahr wieder bei der Arbeit zu helfen und auf die großen Kinderaugen am Ostersonntag beim Suchen. Frohe Feiertage wünschen euch Theo & Paula

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